Inhalationstherapie – Beschreibung
Die Inhalationstherapie wird seit Jahrzehnten angewandt und gewinnt immer mehr an Bedeutung.
Inhalieren ist das Einatmen von gasförmigen Wirkstoffen (z.B. Kochsalz, ätherische Öle, Kamille) oder Aerosolen (zu Nebel zerstäubte, ärztlich verordnete Medikamente, die eingesetzt werden, um z.B. die Bronchien zu erweitern oder Entzündungen zu hemmen). Das Inhalieren kann über ein Wasserdampfbad erfolgen oder auch über technische Geräte (z.B. Düsen- oder Ultraschallvernebler). Im Rahmen der Inhalationstherapie können auch Dosieraerosole eingesetzt werden. Hierbei liegt das Medikament in Treibgas gelöst vor. Bei Trockenaerosolen ist das Mittel in Pulverform zu haben.
Die Aerosole können darüber hinaus auch über Respiratoren eingeatmet werden. Welches Therapiesystem bei der Inhalationstherapie geeignet ist, richtet sich nach dem Alter und dem Gesundheitszustand, der Koordinationsfähigkeit und dem Atemzugsvolumen.
Beim Dosieraerosol muss der Betroffene z.B. den Sprühstoss und die Einatmung genau koordinieren. Beim Pulverinhalator sollte er dafür über ein ausreichendes Atemvolumen verfügen. Die medikamentöse Inhalationstherapie wird durch den Arzt verschrieben.
Inhalationstherapie – Anwendung
Die Inhalationstherapie wird zur Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen der unteren und oberen Atemwege eingesetzt (z.B. bei Bronchitis, Asthma bronchiale, Mukoviszidose, Lungenentzündung, Infekte der Atemwege).
Inhalationstherapie – Wirkung
Die Inhalationstherapie fördert den Selbstreinigungsmechanismus des Körpers. Sie lindert Beschwerden bei Atemwegserkrankungen und fördert den Prozess der Heilung. Wichtig für einen positiven Effekt des Medikamentes bei der Inhalationstherapie ist die richtige Tröpfchengröße. Die großen Teilchen gelangen nur in die oberen Luftwege, die kleinen Teilchen werden bis in die Lungenbläschen und Bronchien transportiert und können dort ihre Wirkung entfalten, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Die Wirkstoffe gelangen direkt an den Ort der Erkrankungen und können hier gezielt eingesetzt werden, ohne den gesamten Organismus zu belasten. So wirken sie durch die Inhalationstherapie schneller als in Tabletten- oder Tropfenform und es treten weniger Nebenwirkungen auf. Die Medikamente können durch diesen Effekt niedriger dosiert werden. Darüber hinaus spielt bei der Inhalationstherapie auch die Inhalationstechnik eine wichtige Rolle. Mit der richtigen Atemtechnik werden bei der Inhalationstherapie folgende Wirkungen erzielt:
- Die Atemwege werden angefeuchtet.
- Das Sekret lockert und verflüssigt sich und kann so leichter abgehustet werden.
- Die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur löst sich.
- Die Schwellungen und Entzündungen der Bronchialschleimhaut werden gelindert.
- Die Inhalationstherapie wirkt insgesamt entzündungshemmend.
- Die Erreger von Atemwegsinfektionen werden bekämpft.
Inhalationstherapie – folgende Regeln sollten beachtet werden
- genaue Aufbereitung und Dosierung des Medikamentes nach ärztlicher Anweisung
- aufrechtes Sitzen oder Stehen beim Inhalieren
- das Mundstück vollständig mit dem Mund umschließen
- normale und kräftige Atmung (nicht zu schnell)
- Pflege des Gerätes (da es ansonsten zur Keimverschleppung in die Atemwege kommen kann)
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